Ausbildungsbetriebwechsel

hallo, ich habe folgendes problem. ich befinde mich zurzeit im 2 lehrjahr zur köchin. mein betrieb ist nicht mehr daran interessiert mich weiterhin auszubilden. dies weiss ich durch ein persönliches gespräch. bisher habe ich weder einen aufhebungsvertrag noch eine kündigung erhalten. mir wurde angeraten, mich innerhalb der letzten 2 ( schul ) monate um einen neuen ausbildungsbetrieb zu kümmern. das habe ich getan. ich habe leider noch keinen neuen lehrvertrag, allerdings ist ein restaurant daran interessiert, mich zu übernehmen. die beiden monate schule sind nun zu ende und ich muss am 1. mai wieder anfangen zu arbeiten. auf meine nachfrage, wann ich auf arbeit erscheinen soll, wurde mir mitgeteilt, dass ich gar nicht kommen soll. ich habe dann gefragt wie dies abgerechnet wird, urlaub oder überstunden. mir wurde gesagt, ich hätte keinen urlaub mehr, was aber nicht richtig ist. im prinzip soll ich einfach zu hause bleiben, ohne dass eine vereinbarung getroffen wurde, wie es nun weiter geht. der neue betrieb benötigt noch ein paar tage um mit der ihk abzustimmen, ob er mich übernehmen darf. ich kann doch nicht einfach zu hause bleiben. dann zählt das doch als fehltage und ist ein kündigungsgrund. ich habe mich bereits mit der ihk in verbindung gesetzt, da wurde mir gesagt dass ich meine arbeitskraft anbieten soll und auf arbeit erscheinen soll. wenn ich dann weg geschickt werde, wäre dies "etwas anderes". aber was ist es dann? ich habe nichts schriftliches erhalten, keinen aufhebungsvertrag u. keine kündigung. ich selbst habe auch noch keinen aufhebungsvertrag verfasst, bzw. eine kündigung. aus meiner sicht besteht das ausbildungsverhältnis rechtlich noch fort, so dass ich auch arbeiten gehen muss und darf. solange der neue betrieb noch keinen lehrvertrag mit mir abgeschlossen hat, muss ich im alten betrieb doch weiter beschäftigt werden. wie soll ich mich verhalten? der neue betrieb möchte gern dass ich arbeiten komme, aber der lehrvertrag ist bisher noch nicht in aussicht. ich brauche hier schnell einen rat und einen ansprechpartner der ngg, an den ich mich wenden kann. ich möchte keinen fehler machen und eine kündigung riskieren. bitte informieren sie mich schnell. vielen dank, jule.



Re: Ausbildungsbetriebwechsel

Hallo Jule,

wie gesagt, hast Du noch einen gültigen Vertrag. Bevor die neue Stelle nicht 100% sicher ist, solltest Du auf keinen Fall kündigen oder einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Wie die IHK schon sagte, biete Deine Arbeitskraft an. Erscheine pünktlich zu Dienstbeginn. In der Regel ist diese Berechnung von Minusstunden nicht rechtens. Denn die Ausbildungsvergütung muss weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus Gründen, für die du nichts kannst ausfällt, obwohl du bereitstehen würdest (§19 Berufsbildungsgesetz). Klassisches Beispiel: Dein Ausbilder schickt dich Heim, weil nichts mehr zu tun ist. Oder du bekommst einen Anruf, dass du gar nicht erst kommen sollst. In diesen Fällen bist du bezahlt freigestellt und sammelst keine Minusstunden an. Denn du hast ein Recht darauf, die festgelegte tägliche Arbeitszeit auch zu arbeiten und zu lernen und wenn es nichts zu tun gibt, kann sich dein Ausbilder ja Lernaufgaben für dich ausdenken: Du bist schließlich Azubi.

Bei der kündigung und allen möglichen folgeproblemen (urlaub und restgehalt auszahlen, arbeitszeugnis) hilft dir deine gewerkschaft für nahrung, genuss und gaststätten, die ngg. hier ein kontakt für dich:

NGG Region Ulm-Aalen/Göppingen, Weinhof 23, 89073 Ulm, Tel.: 0731 / 371 31 / 2

da kannst du einfach anrufen und nach deinem jugendsekretär fragen und auch ruhig sagen, dass du von dr. azubi kommst....

liebe grüße, dr. azubi

p.s. bitte empfehle unseren service weiter!





Dr. Azubi

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