Erstmal find ichs super das ihr uns Helft, Generell seit ich in der Gewerkschaft bin fühl ich mich nicht mehr so Hilflos Danke echt ernst gemeint.Hab eine Rechtschreib schwäche nicht wundern :). Problem:Ich arbeite jeden Tag min 10 bis 15 Stunden, locker ohne Pause, fang meist um 10Uhr an bis 23-24 uhr manschmal auch länger.Ich bin in der Küchenbrigade eines der Top Restaurants in Köln,aber ich werd Physich wie psychich gemoppt geärgert und man lästert den ganzen Tag.Ich muss zwei Tage in der Woche nach der Schule arbeiten, bis 24Uhr und muss morgens um 8uhr wieder in der Schule sein,hab meist 4-5 Stunden schlaf deshalb.Man schaut mich dumm an wenn ich mal keine 6 Tage woche mache und mich drüber beschwere das i eine mache.Ich bin keiner der Drogen Konsumiert wie die anderen um bei uns dazugehören,ich mach keine dummen sprüche über den Service, aber ich mache meine Arbeit besser als manch Koch bei uns oder zumindest gewissenhafter.Oft hab ich eigentlich Teil-Dienst,aber man gibt uns soviele Aufgaben nebenher noch das man keine Pause machen kann.Ich lerne viel und das hält mich dort, aber ich möchte ein Normale Ausbildung..Wenn ich mal mich beschwere erzählt man mir wie schwer die anderen Köche es hatten und das sie es nie gewagt hätten was zu sagen..Ich weiß nicht weiter soll ich wechseln oder noch durchziehen..Lohnt es sich zu wechseln ,wie wechselt man am besten ,eigentlich find ichs dort super wären die negativen dinge nicht, wie kann man druck auf die machen das die mich in ruhe lassen.Danke für die Hilfe es hilft schon nur mal die situation aufzuschreiben ;)
Hallo Dennis,
die Mitgliedschaft in der NGG ist schon mal eine gute Basis, um sich zu wehren. Wenn der Arbeitgeber weiß, dass du die Gewerkschaft als Rückendeckung hast, dann hilft das enorm, um seine Rechte durchzusetzen.
Du solltest auf jeden Fall ein Gespräch mit Deinem Chef führen. Wenn es bei Euch sehr stressig ist, so vereinbare das Gespräch am besten vor Dienstbeginn, damit ihr Ruhe habt, lass Dir einen Termin geben. Bereite Dich gut darauf vor. Am besten machst Du dir vorher Stichpunkte, was Du alles ansprechen möchtest. Du kannst auch eine Vertrauensperson mitnehmen. Erinnere Deinen Chef an die Einhaltung der Arbeitszeitgesetze. Die tägliche Höchstarbeitszeit liegt bei acht Stunden (§3 Arbeitszeitgesetz). Sie kann aber zeitweise auf zehn Stunden verlängert werden. Für volljährige Azubis gibt es keine gesetzliche Regelung, welche die 5-Tage-Woche vorschreibt, der Samstag ist im Arbeitszeitgesetz ein ganz normaler Werktag. Volljährige dürfen in bestimmten Branchen auch Sonntags und an Feiertagen beschäftigt werden, wenn die Arbeit nicht an anderen Tagen erledigt werden kann (§9,10 Arbeitszeitgesetz). Allerdings müssen mindestens 15 Sonntage im Jahr arbeitsfrei sein. Außerdem steht dir für die Beschäftigung an Sonntagen ein Ersatzruhetag zu, der innerhalb von zwei Wochen gewährt werden muss. Für die Beschäftigung an einem Feiertag, der auf einen Werktag fällt, steht dir ein Ersatzruhetag zu, der innerhalb von acht Wochen gewährt werden muss (§11 Arbeitszeitgesetz).
Du musst also nach dem Arbeitzeitgesetz an sechs Tagen die Woche insgesamt bis zu 48 Stunden, zeitweise sogar bis zu 60 Stunden die Woche arbeiten. Trotzdem gilt für fast alle volljährigen Azubis ebenfalls die 5-Tage-Woche, weil sie in Tarifverträgen festgelegt ist.
Auch bei Azubis über 18 Jahren muss die Arbeitszeit durch im voraus feststehende Pausen unterbrochen sein. Die Pause muss bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden mindestens 30 Minuten lang sein, bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden mindestens 45 Minuten. Du darfst nicht länger als sechs Stunden ohne Ruhepause beschäftigt werden (§4 Arbeitszeitgesetz).
Überstunden musst du als Azubi – im Gegensatz zu normalen Mitarbeitern - nur freiwillig machen. Warum? Du machst keine Ausbildung, um zu arbeiten, sondern um zu lernen, und die normale vereinbarte Arbeitszeit reicht aus, um die Lerninhalte zu vermitteln. Daraus ergibt sich auch folgender Grundsatz: Auch die Überstunden müssen immer dem Zweck der Ausbildung dienen, d.h. dein Ausbilder oder eine ausbildungsbeauftragte Person müssen anwesend sein, wenn du Überstunden leistest!
Überstunden müssen dir selbstverständlich besonders vergütet oder in Freizeit ausgeglichen werden und zwar mit einer angemessenen Zuschlag (§17 Berufsbildungsgesetz). Viele Tarifverträge legen solche Mehrarbeitszuschläge und Spätarbeitszulagen fest. Aber auch, wenn kein Tarifvertrag einen Zuschlag regelt, muss die Bezahlung bei Überstunden mit einem Zuschlag erfolgen, der sich an tariflichen Regelungen in ähnlichen Branchen orientiert. Wenn die Überstunden in Freizeit ausgeglichen werden, erhältst du einen Zeitzuschlag.
Falls du regelmäßig Überstunden machen musst, die dir nicht ausbezahlt oder in Freizeit ausgeglichen werden schreibe sie dir genau auf und schreibe auch dazu, was du gemacht hast bzw. wo und mit wem. Du kannst die Überstunden nämlich auch rückwirkend geltend machen, eventuell sogar nach dem Ende deiner Ausbildung. Bei deiner Gewerkschaft kannst du erfahren, wie lange du deine Überstunden rückwirkend fordern kannst, bevor sie dir verfallen.
Hier ein Kontakt: NGG Köln, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln, Tel.: 0221 / 951 42 40
da kannst du einfach anrufen und nach deinem jugendsekretär fragen und auch ruhig sagen, dass du von dr. azubi kommst....
Über den Ausbildungsplatzwechsel solltest Du erst nachdenken, wenn sich danach immer noch nichts an Deiner Situation geändert hat.
liebe grüße, dr. azubi
p.s. bitte empfehle unseren service weiter!